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Bei dem aktuellen Spendenprojekt des Vereins handelt es sich um die aufwändige Restaurierung und Rahmung eines Porträts des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV., das im Jahr 2004 in die Sammlung des Potsdam-Museums gelangte.

Die Beschriftung auf der Bildrückseite weist das Bildnis als königliche Schenkung an den Generalmajor Karl-L. von Wedell aus. Aus dem Familienbesitz übergab Nikolaus von Wedel das Gemälde vor sieben Jahren dem städtischen Museum, um es einer großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Bildnis hat eine wichtige Bedeutung für die künftige Dauerausstellung des Potsdam Museums im neuen Museumsquartier am Alten Markt hin. weiter....


Insgesamt 1.300 Menschen haben gegen den drohenden Abriss von Haus Dietz unterschrieben, die Unterschriften wurden am 23.08.2011 dem städtischen Bauausschuss übergeben.

Das Landesamt für Denkmalpflege hat jedoch leider den Antrag auf Unterschutzstellung von Haus Dietz wie folgt abgelehnt: "Es handelt sich bei dem Gebäude nicht um eine "Replik" oder "Rekonstruktion" (wie häufig in der
Presse behauptet und trotz des o.a. Kenntnisstandes gern wiederholt
wird!), sondern um eine freie Nachschöpfung, die gerade eben nicht die
architektonische Leistung des Architekten Heinrich Laurenz Dietz
dokumentiert.", begründet das Amt und verweist aber gleichzeitig darauf, dass das Haus Gegenstand der Stadtbildpflege sei, "für die das Baugesetzbuch entsprechende Instrumente bereit hält (Sanierungs-, Erhaltungs-, Gestaltungssatzung). Hier aber sind Politik und vor allem das Engagement interessierter Bürger gefragt. Und für dieses Engagement ist Ihnen, sehr geehrte Frau Hüneke, dem Verein ArchitraV, dem Förderverein des Potsdam Museums und den vielen, vielen Unterzeichnern der Liste mit dem Ziel der Verhinderung des Gebäudeabrisses zu danken."




Die Evangelische St. Nikolaigemeinde und der Förderverein des Potsdam-Museums haben am 03. Juli 2011 die gemeinsame Ausstellung "Zwischen Abriss und Aufbau. Der zerstörte Alte Markt in Amateur-Fotografien von Tilo Catenhusen." eröffnet. Die Ausstellung, die von der Dipl.-Designerin Susanne Stich gestaltet wurde, zeigt über 20 historische Amateurfotografien des Potsdamers Tilo Catenhusen (Jahrgang 1937), der aus Anlass der Ausstellung insgesamt 60 Negative der damaligen Aufnahmen an die Sammlung des Potsdam-Museums übergab.

In den 1950er Jahren fuhr der damalige Schüler Tilo Catenhusen (im Foto mit seinem alten Fotoapparat) mit dem Fahrrad von Fahrland kommend fast täglich an der Schlossruine entlang zur Humboldtschule in der Heinrich-Mann-Allee. "Ich wuchs mit den Trümmern auf, die Stadt kannte ich ja nicht vor der Zerstörung. Doch bedrückt hatte mich dieser Anblick schon, und so machte ich mit meinem frisch erstandenen ersten Fotoapparat eine Reihe von Aufnahmen von diesem traurigen Potsdamer Alten Markt.", beschreibt er die damaligen Beweggründe für die Entstehung der eindrücklichen Amateurfotos.
Nach 50 Jahren fiel ihm dieser Film wieder in die Hände, und er ließ sich beim Fotografen die Negative einscannen; zunächst nur für sich selbst, dann auch für interessierte Freunde. Bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wiederaufbau der historischen Mitte schließlich berichtete er von seinen Aufnahmen und erregte das Interesse des Fördervereins des Potsdam-Museums.

"Wir haben uns dann entschieden, eine Ausstellung mit diesen berührenden Fotos  zu machen und damit daran zu erinnern, welche historische Bausubstanz durch den sinnlosen Abriss der Stadtschloss verloren gegangen ist, aber auch den Wiederaufbau der Nikolaikirche und des Alten Rathauses samt Knobelsdorffhaus in Erinnerung zu rufen", so Markus Wicke, der die Ausstellung gemeinsam mit Harald Geywitz kuratiert hat. Er dankte vor allem Vereinsmitglied Susanne Stich für die die ehrenamtliche Arbeit bei der Gestaltung und dem Aufbau der Ausstellung sowie den Mitgliedern Peter Rogge, der die Fotos noch einmal neu für die Ausstellung einscannte und Hartmut Knitter, der die Texte durchsah.

Die Ausstellung ist auf der Seitenempore der Nikolaikirche auf dem Weg zur Turmkuppel noch bis zum 30.06.2012 zu sehen, der Eintritt ist frei und erfolgt zu den Öffnungszeiten der Kirche (im Sommer 9 bis 21 Uhr, im Winter 9 bis 17 Uhr). Foto: Susanne Stich

Die Ausstellung wurde unterstützt durch:

Mehr Fotos unter facebook


Unter dem Titel "Schenkung des Monats Juni" präsentiert das Potsdam-Museum ab sofort in seiner "Schaustelle" in der Benkertstraße 3 zwei seltene Objekte zur Geschichte der Freundschaftsinsel, die der Förderverein des Potsdam Museums dem Haus erst kürzlich überreichte. Gezeigt werden eine außergewöhnlich frühe Freilichtaufnahme der ersten Schankwirtschaft auf der Freundschaftsinsel von 1869 sowie eine aus dieser Gastwirtschaft stammende Kanne, die dem Ausschank von Zichorienkaffee diente.

Bisher wurde angenommen, dass es sich bei der fotografischen Aufnahme um ein einmaliges Erinnerungsbild für die Familie des ersten Betreibers Carl Heinrich Kutzwaltzky handelt, aufgenommen von dessen Sohn Rudolf Kutzwaltzky, der im Foto-Atelier Selle in Potsdam tätig war. Inzwischen sind jedoch noch ähnliche Abzüge der Aufnahme bekannt geworden - ein Hinweis auf den öffentlichen Vertrieb dieser Fotografie.

Der Förderverein konnte diese Objekte durch Vermittlung des Inselgärtners Jörg Näthe im Mai 2011 aus Privatbesitz erwerben.

Öffnungszeiten der Schaustelle in der Benkertstr. 3:
Do- So 13 - 17 Uhr


Anlässlich des Internationalen Museumstages konnte der Förderverein des Potsdam-Museums e.V. mit Unterstützung der Potsdamer Filiale der BBBank am 15.05.2011 eine wertvolle Schenkung an das Potsdam-Museum übergeben. Durch eine durch den Förderverein aufgestockte Spende der BBBank aus Mitteln des Gewinnsparvereins Baden e.V. wurde ein Pastell mit einer nächtlichen Berliner Straßenszene aus der Hand von Otto Heinrich (1891 - 1967) erworben, von dem das Potsdam-Museum bereits rund 600 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Skizzen aus dem künstlerischen Nachlass besitzt. Die Schenkung stellt daher eine wichtige Ergänzung der Sammlung dar.

In einer kleinen Ansprache bedankte sich Fördervereins-Chef Markus Wicke bei der Filialleiterin Ines Schulz und wies darauf hin, dass die BBBank bereits im Jahr 2010 das Museum großzügig mit einer Spende für die Restaurierung eines Gemäldes unterstützt hat.

Bildtitel: Unter den Linden. Pastell von Otto Heinrich, Repro: Potsdam-Museum


Der Vorsitzende des Fördervereins des Potsdam-Museums, Markus Wicke hat am 13.04.2011 im Beisein des Vorsitzenden der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung, Peter Schüler, einen Neuerwerb des Vereins für die Sammlung des Potsdam-Museums vorgestellt. Bei dem im Plenarsaal des Potsdamer Rathauses vorgestellten Kunstwerk handelt es sich um das Porträt eines Stadtverordnetenvorstehers aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Bild wurde aus Mitgliedsbeiträgen des Vereins finanziert.

"Diese Schenkung möchte wir auch als Geste des Dankes für die bisherige Unterstützung der Potsdamer Stadtverordneten für das Potsdam-Museum verstanden wissen", betonte Vereinschef Markus Wicke, der den jüngsten Beschluss zusätzlicher Mittel für das Potsdam-Museum in Höhe von 100.000 Euro positiv hervorhob. Der Verein hatte sich in einem offenen Brief für die dringend notwendigen Finanzen zur Planung und Ausstattung der ersten beiden Ausstellungen im neuen Museumsstandort am Alten Markt ausgesprochen.

Im Verlauf des Pressegespräches gab Markus Wicke weitere Informationen zum angekauften Kunstwerk. Nach ersten Recherchen handelt es sich bei dem namentlich noch unbekannten Mann mit der erkennbaren Potsdamer Stadtverordnetenkette um einen Stadtverordnetenvorsteher - vergleichbar mit dem heutigen Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung. Darauf weist zum einen der üblicherweise nicht zu einer normalen Stadtverordnetenkette gehörende Steg über der Medaille hin, zum anderen die Auszeichnung, die der Abgebildete trägt: Es handelt sich dabei um den Preußischen Roten Adler Orden 3. oder 4. Klasse, wie er im 19. Jahrhundert verliehen wurde.

Ein weiteres Indiz dafür, dass es sich bei dem Abgebildeten um einen Stadtverordnetenvorsteher handelt, ist ein Foto aus den "Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Potsdams" aus dem Jahre 1909. Dort ist die 1847 eingerichtete Aula im Alten Rathaus abgebildet: Im Rathaus tagten die Stadtverordneten bereits ab 1817 für 100 Jahre. Auf dem Foto ist ein bisher als verschollen geglaubtes Gemälde zu sehen, das dem Motiv des Gemäldes stark ähnelt. "Wir gehen im Moment davon aus, dass es sich bei dem ankauften Gemälde damit um ein Stück der Originalausstattung des Alten Rathauses im 19. Jahrhundert handeln könnte, näheres muss die Untersuchung des Bildes durch die Experten des Museums zeigen", so Wicke abschließend.



Der Vorsitzende des Fördervereins des Potsdam-Museums e.V. Markus Wicke überreichte am 5. Oktober 2010 der Museumsleiterin Dr. Jutta Götzmann eine wertvolle Schenkung für die fotografische Sammlung des Museums. Es handelt sich dabei um mehr als 120 teils handgeschriebene, teils maschinengeschriebene Briefe, die zwischen den Jahren 1963 und 1984 zwischen dem bekannten Potsdamer Fotograf Max Baur und dem West-Berliner Rembrandt-Verlag wechselten. In diesem renommierten Kunstverlag erschienen die Bücher "Potsdam wie es war" (1963) und "Potsdam/Sanssouci - Bilder der Erinnerung" (1981), die wichtigsten und zugleich erfolgreichsten Nachkriegsveröffentlichungen Max Baurs. Er war seit 1934 in Potsdam tätig, wo seine berühmten stimmungsvollen schwarz-weiß-Aufnahmen entstanden, bevor er die Stadt im Jahr 1953 in Richtung Westen verließ.

"Mit dieser Schenkung wollen wir die in der Sammlung des Museums befindlichen Baur-Fotos um einen archivalischen Teil zur Werksgeschichte Max Baurs ergänzen, einerseits um sein Wirken für die Erinnerung an das alte Potsdam zu würdigen, andererseits um neue kunsthistorische Erkenntnisse, etwa zu den ästhetischen Ansprüchen Baurs an die Wiedergabe seiner Fotos zu gewinnen", so Markus Wicke zu den Beweggründen der Schenkung, deren Finanzierung in voller Höhe durch ein Spende von einem anonym bleiben wollenden Mitglied des Fördervereins gesichert wurde. Jutta Götzmann würdigte die Korrespondenz als wichtige Erweiterung der Sammlung Schrift und Druck, die in idealer Weise die Max Baur-Fotosammlung ergänzt. Schwerpunkte der Baur-Sammlung im Potsdam Museum bilden Fotos des historischen Stadtzentrums und der Schlösser und Gärten, die zum großen Teil aus der Städtischen Lichtbildstelle stammen. Auch zahlreiche Publikationen von Max Baur befinden sich im Besitz des Museums.

Der Neuzugang für die Sammlung des Potsdam Museums ist jedoch nicht nur für Kunsthistoriker aufschlussreich. Die umfangreiche Korrespondenz zeigt auch den Menschen Max Baur hinter der Kamera, seinen kompromisslosen Qualitätssinn, seine Liebe zur Fotografie und zu Potsdam als seinem Lieblingsmotiv.



Die Wägemaschine stammt aus dem Besitz der "Fachsamenhandlung Liebenow", die seit dem 14. Oktober 1908 im familieneigenen Haus Am Bassin 11 existiert. Inhaber Wolfgang Liebenow betreibt mit seiner Frau das Geschäft in der dritten Generation; vor ihm haben sein Vater Helmut (ab 1945) und sein Großvater Erich die Gartenbedarfs-handlung geführt. Im 102. Jahr wird der Geschäftsbetrieb nunmehr eingestellt. Dies war für unser Kuratoriumsmitglied Susanne K. Fienhold Sheen Anlaß, den Kontakt zum Inhaber herzustellen und die seltene und guterhaltene Maschine als Zeugnis der langjährigen Firmengeschichte für das Museum zu erbitten. 

Wolfgang Liebenow, der nicht zögerte, dem Museum seiner Heimatstadt seine bestgehütete Maschine zu überlassen, bestätigte, daß sein Geschäft eng verbunden war mit dem gärtnerischen Potsdam. So war z.B. sein Vater Helmut als Geselle eine Zeit lang in der Foerster'schen Staudengärtnerei beschäftigt. Später war Helmut Liebenow als Geschäftsinhaber einmal "Kleingläubiger" dieser Gärtnerei und hat auf seine Außenstände verzichtet, um seinem ehemaligem Arbeitgeber Karl Foerster zu helfen.